STADTPOLITIK HEIDELBERG
Kommunalpolitisches Netzwerk
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STELLUNGNAHMEN 2006 - Januar/Juni

Mit internationalen Steuern Armut, Ungerechtigkeit und Umweltverschmutzung bekämpfen!?

Was gestern noch als unrealistisch abgetan wurde, kann heute schon
gelingen. Unsere französischen Freundinnen und Freunde haben es vorgemacht.
Unter dem Druck einer engagierten und vielstimmigen Öffentlichkeit waren die
Regierenden zum Handeln gezwungen. Ab dem 1.7. wird Frankreich, wie dreizehn
weitere Staaten, mit der Flugticketabgabe Armutsbekämpfung finanzieren. Das
ist der erste Schritt zur Einführung internationaler Steuern, wie Attac sie
immer gefordert hat!

Auch Deutschland bekennt sich bei internationalen Regierungskonferenzen zu
diesem Weg. Aber noch ist aus den Lippenbekenntnissen der Regierung kein
praktisches Handeln geworden. Finanzminister Steinbrück und Wirtschaftsminister
Glos sperren sich in der Regierung gegen die Flugticketabgabe.

Das gilt es zu ändern. Und dazu brauchen wir Eure/Ihre Hilfe – z.B. mit der
Unterschrift unter unserer Unterstützungserklärung, die unter
www.attac.de/internationale-steuern/aktionen/onlineunterschrift.php
im Netz zu finden ist. Auch 109 Bundestagsabgeordnete haben unsere Erklärung
bereits genutzt, um politisches Handeln zu einzufordern.

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Plakate, Informationsmaterial, Transparente, Protestpostkarten – eine
erfolgreiche Kampagne kostet Geld. Deswegen bitten wir um Spenden. Mit Ihrer/Deiner Hilfe wollen wir das Steuer herumreißen, in Richtung einer gerechten und solidarischen Entwicklung. Höchste Zeit zum Gegensteuern.

ATTAC 14.6.2006

Malaktion gegen gefährliche Verkehrssituation in Rohrbach

Am Sonntag um 16 Uhr traf sich die Rohrbacher Elterninitiative “Sicherer Schulweg“, um mit der angekündigten Malaktion auf die gefährliche Verkehrssituation aufmerksam zu machen. Und um darauf aufmerksam zu machen, dass die Stadt der Initiative den Bau von Gehwegnasen als Querungshilfe schon im Oktober 2005 zugesagt, die Nasen dann aber wegen Finanzproblemen nicht gebaut hatte. Das empörte die Eltern sehr, denn man hatte bei dem Ortstermin den Eindruck gewonnen, Herr v.d. Malsburg sehe die Notwendigkeit einer Querungshilfe an dieser Stelle durchaus auch - hatte man sich doch schon auf die billigste Lösung „Gehwegnasen“ „runterhandeln“ lassen. Denn eigentlich wollten die Eltern einen Zebrastreifen oder wenigstens eine Insel. Nun sollen aber die versprochenen Gehwegnasen auch gebaut werden, fordern die Eltern.

Zu der Aktion wurden auch alle OB-Kandidaten eingeladen. Es kamen Frau Dr. Caja Thimm und Herr Dr. Jürgen Dieter, um sich vor Ort ein Bild zu machen . Auch Vertreter des Bezirksbeirats und des Stadtrats, darunter Arnulf Weiler-Lorentz, Karl Emer und Bernd Knauber nutzten die Gelegenheit, mit den Eltern ins Gespräch zu kommen. Für die Initiative war auch Herr Oliver Gunter, Rektor der IGH-Primarstufe, ein wichtiger Unterstützer. „Ihm liegt die Sicherheit seiner Schüler am Herzen - wo finden Sie sowas heute noch?“ rief eine Mutter begeistert aus.

Gemalt wurde eine knappe halbe Stunde, dann wurde die Aktion durch die herbeigerufene Polizei abgebrochen. Dennoch sind die gemalten Kreide- Gehwegnasen nun umgeben von zahlreichen Kindergemälden, die zumindest bis zum nächsten Regen- anfahrende Autofahrer zum Abbremsen und aufmerksamen Umgucken bewegen sollen.

In einem Brief an die Vertreter der Elterninitiative hatte Herr von der Malsburg kurz vor der Aktion angekündigt, „mit einer außerplanmäßigen Ausgabe die Arbeiten noch vor der Sommerpause 2006 durchführen“ zu wollen, „Ich hoffe, dass das gelingt“, schließt der Brief. „Durchführen zu wollen“ ärgert sich Ramona Ambs, Sprecherin der Initiative „heißt ja nicht durchführen. Ich hätte gerne eine konkrete Zusage gehabt. Mit Absichtserklärungen von Politikern kann ich mir mittlerweile die Wände tapetzieren. Die Absicht ist einfach zuwenig. Ich will wissen, wann sie denn nun kommen, die Nasen...“

Das wollen die Eltern auch, dass diesmal den schönen Worten auch Taten folgen. Bis Ende Juli wollen sie nun abwarten, ob die angekündigte Absicht auch umgesetzt wird. Andernfalls planen sie weitere Aktionen.

BI "Gehwegnasen Heinrich-Fuchs-Str./ Im Hasenleiser/ Kruckenbergstraße" 12.6.2006

Benefizkonzert für die Äthiopienhilfe

OB Weber und die Afrikachöre der Musik- und Singschule laden am 19. Juni ein zu „Shosholoza“ – auf geht’s! So ermunternd ist das Benefizkonzert überschrieben, das am 19. Juni um 20 Uhr im Johannes-Brahms-Saal der städtischen Musik- und Singschule, Kirchstraße 2, stattfindet.

Zu hören und zu erleben sind die Afrikachöre Mokosané, Mokoni, Mokolé, die Percussionsgruppe und die Big-Band der Musik- und Singschule. Initiatorin des Konzertes ist Oberbürgermeisterin Beate Weber. Sie hatte sich vor ein paar Wochen – gemeinsam mit 20 Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern aus anderen deutschen Städten – an einer Städtewette zugunsten von Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe beteiligt. Dank der großen Spendenbereitschaft der Bürger/innen hat Heidelberg die Wette längst gewonnen und bisher mehr als 54.000 Euro an Spenden gesammelt. Das Geld fließt in den Bau von Schulen in Äthiopien.

Die Chöre Mokosané, Mokoni und Mokolé haben unter ihrer Leiterin Eva Buckman gemeinsam mit der Percussionsgruppe und der Big-Band bereits einige grandiose Konzerte in der Region gegeben und das Publikum jedes Mal begeistert. Im vergangenen Jahr hatten die Chöre eine Konzertreise nach Südafrika, Swasiland und Lesotho veranstaltet. Ihre Lieder singen sie in den afrikanischen Stammessprachen. Ihr Ziel: die Fröhlichkeit der afrikanischen Kultur zu vermitteln, gleichzeitig auf die großen Probleme Armut und Aids aufmerksam zu machen.

Karten fürs Konzert kosten zwölf und für Ermäßigte (Schüler, Studenten, Auszubildende) sechs Euro. Sie sind im Vorverkauf in der Musik- und Singschule, Kirchstraße 2, erhältlich, Telefon 58-43570. Weitere Spenden sind erwünscht!

pa hd 9.6.2006





Streit um Gaspreise erreicht Heidelberg


Die Stadtwerke Heidelberg AG hat mit zwei Erhöhungen zum 01.01. und 01.04.2006 ihre Erdgaspreise massiv erhöht. Für immer mehr Verbraucher ist dies Anlass, die Preisgestaltung der Stadtwerke Heidelberg AG zu überprüfen. Wie auch bei vielen anderen Versorgern stellt sich die Frage, ob die Gaspreisgestaltung der Stadtwerke Heidelberg AG angemessen und nachvollziehbar ist. Der Bundesgerichtshof hat be-reits in einem Urteil vom 18.10.2005 entschieden, dass die Festlegung von Preisen durch Monopolisten der gerichtlichen Billigkeitskontrolle unterliegt. Die Stadtwerke Heidelberg AG sind ein Monopolist im Sinne dieser gerichtlichen Entscheidung.
Unklar ist noch, wie diese Billigkeitskontrolle vorzunehmen ist und welche Unterlagen dazu von dem Energieversorger vorgelegt werden müssen. Während die behaupten, ihre Preise seien angemessen, stehen die Verbraucher auf dem Standpunkt, dass die Offenlegung der Preiskalkulation notwendig ist, unzulässige Gewinne und die Subventionierung anderer Veranstaltungen aus eben diesen Gewinnen auszuschließen.

Eine Entscheidung des BGH zum Inhalt der Billigkeitskontrolle wird für die nächsten Monate erwartet. Der Mieterverein Heidelberg empfiehlt deshalb den Verbrauchern, den Stadtwerken mitzuteilen, dass die seit 01.01. und 01.04.2006 geforderten Preise nicht der Billigkeit entsprechen und dass dementsprechend bis zur Klärung, wie die Billigkeitskontrolle zu erfolgen habe, die monatlichen Vorauszahlungen lediglich in der Höhe gezahlt werden, die bis 31.12.2005 geschuldet waren.

Mieterverein 7.6.2006

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Baden-Württemberg:
Nein zu Polizeiwillkür gegen friedlich protestierende Schülerin!

Am 1. Mai 06 wollten Neonazis in Weinheim aufmarschieren. Eine große Zahl
demokratisch gesinnter Bürgerinnen und Bürger hatte sich daraufhin auf dem
Bahnhofsvorplatz eingefunden, um den Nazis ihre Antipathie zu zeigen und sie
zur Weiterfahrt zu bewegen. Unter den Versammelten stand auch eine Gruppe
Jugendlicher friedlich beisammen. Plötzlich drang ein Trupp von etwa 30
Polizisten überfallartig und ohne erkennbaren Grund in die Gruppe ein und
umringte eine 15-jährige Schülerin. 5 oder 6 Beamten schlugen mit Knüppeln
auf das Mädchen ein. Mit brutaler Gewalt wurden ihr die Arme auf den Rücken
gebogen und sie im Eilschritt wie eine Verbrecherin abgeführt und in einem
Polizeiwagen abtransportiert. Freunde konnten erfahren, dass das Mädchen in
die Polizeidirektion nach Heidelberg verbracht worden war. Eine Kusine
informierte deren Mutter in Mörlenbach, worauf diese zur Polizeidirektion
fuhr. Sie wurde jedoch nicht zu ihrer Tochter vorgelassen. Das Mädchen
musste sich inzwischen einem stundenlangen Verhör unterziehen. Sie hatte zum
ersten Mal überhaupt an einer antifaschistischen Aktion teilgenommen und
verstand überhaupt nicht, wie ihr geschah. Man warf ihr als Grund der
Festnahme vor, sie sei auf einem Film der Polizei vermummt zu sehen gewesen
und habe damit gegen das Vermummungsverbot verstoßen. Sie gab an, bei der
Vorbeifahrt der Nazis ihren Schal über den Mund hochgezogen zu haben.
Freunde hätten ihr geraten, sich vor Nazis unkenntlich zu machen, da diese
Fotoaufnahmen von ihren politischen Gegner machen würden. Schließlich konnte
die Mutter ihre Tochter mit nach Hause nehmen. Einer Zeugin teilte sie tags
darauf mit, die Tochter habe die ganze Nacht vor Schmerzen und Aufregung
geweint.


Wir, die Delegierten der Landeskonferenz der VVN-BdA Baden-Württemberg
protestieren aufs schärfste gegen diese willkürliche und mit brutaler
Gewaltanwendung der Polizei erfolgte grundlose Festnahme einer gegen
Neonazis protestierenden Schülerin. Es kann nicht geduldet werden, dass die
Polizei gegen friedlich sich zum Potest gegen rassistische,
ausländerfeindliche und antidemokratische Neonazis versammelnde Bürgerinnen
und Bürger vorgeht, als seien sie Gesetzesbrecher. Die Aufgabe der Polizei
muss im Gegenteil sein, die Aufmärsche der Nazis mit lauthals skandierten
und auf Transparenten mitgeführten verfassungswidrigen Parolen zu
verhindern. Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass die Staatsmacht
Antifaschisten systematisch bekämpft, während sie Neonazis schützt.

Wir fordern

·eine rückhaltlose Aufklärung der Vorfalls
·eine Maßregelung der beteiligten Polizisten
·sowie eine Zurrechenschaftsziehung der verantwortlichen Einsatzleitung.

VVN-BdA 24.5.2006

Auf der Erde gingen die Lichter aus

Jugendkunstwettbewerb beschäftigt sich mit Tschernobyl und erneuerbaren Energien


Am Tag der erneuerbaren Energien 2006 zeigten fünf Jugendgruppen im Spiegelsaal des Prinz Carl, was ihnen beim Thema Energie, erneuerbare Energien und dem 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl einfällt. Im Rahmen des vom BUND veranstalteten Jugendkunstprojektes „Die Erde unter Strom“ setzten sie mit beeindruckenden Darbietungen das Thema in Szene.
Die Tanz-AG des Elisabeth-von-Thadden-Gymnasiums präsentierte „Grün versus Grau – im nimmermüden Tanz um das Los unserer Erde“. Mit professioneller Choreografie tanzten die jungen Tänzerinnen ausdrucksvoll und beeindruckten sichtlich das Publikum. Ihr mehrteiliger Tanz griff den Konflikt zwischen Umweltbewusstsein und Umweltzerstörung auf – von bunten und grauen Tänzerinnen dargestellt. Ein fortwährendes Hin und Her, gleichsam ein Tauziehen um das Los der Erde, das – so die fast illusionslose Aussage des Tanzes – keine der beiden Seiten gewinnen kann.
Der Zirkus Konfetti der Blumhardgemeinde in Kirchheim begeisterte mit akrobatischen Standbildern. Bildern zu erneuerbaren Energien, zum Gleichgewicht unserer Erde und zu den Risiken, die in jeder Energienutzung, auch in erneuerbaren Energien stecken. Sie zeigten Flüsse, die für Wasserkraft gestaut werden aber lebendig bleiben sollen, Wälder, die für Biomasse abgeholzt werden aber nicht verschwinden dürfen und Vögel, die in ihrem Zug durch Windkraft nicht behindert werden dürfen.
Fünf Freunde des „Globus-Teams“ aus dem Bunsengymnasium stellten ihre Ideen zum Tag der Erneuerbaren Energien auf einer Erde mit gut einem Meter Durchmesser dar. Lichter auf der Erde zeigten auf, wo am meisten Energie verbraucht wird. Ein Modell von Tschernobyl ließen sie explodieren, und die Lichter der Welt gingen aus. Erst mit Hilfe der erneuerbaren Energien, symbolisiert durch ein Windrad, das sich zu drehen beginnt, gingen die Lichter wieder an.
Humoristisch griff die Gruppe Fulgente von der Ökologischen Forschungsstation im Haus der Jugend das Thema in dem Kurzfilm „Keine Alternative?!“ auf. Eine junge Frau schafft es nicht ihre Handys, Laptops und andere Energiefresser auszustellen. Sie ist stromabhängig und deshalb auch in Therapie. Mit der Therapeutin gemeinsam macht sie sich auf den Weg ihre Lebensziele zu finden und ihre Sucht zu überwinden.
Sonnenkraft für Jung und Alt, so heißt das Projekt der „Umweltadler“ des Raphael-Gymnasiums. Die Schüler der 5. – 8. Klasse renovieren einen Solarbrunnen im Neuenheimer Pflegeheim St. Hedwig und kommen dabei ins Gespräch mit den dort lebenden alten Menschen. Die Begegnungen von Jung und Alt, die unterschiedlichen Auffassungen zum Thema Energie und die Wünsche, die mit dem Solarbrunnenprojekt verbunden sind, hielten sie auf Video fest. Der Brunnen wird in den nächsten Monaten fertig gestellt.
Die Jury hatte es am Ende schwer einen Sieger des Wettbewerbs auszumachen. Zu unterschiedlich waren die einzelnen Darbietungen, zu verschieden auch das Alter der Beteiligten. Sie entschieden sich das Preisgeld unter den fünf Gruppen aufzuteilen und alle Gruppen in gleichem Maße in ihrer Arbeit zu würdigen. Die Heidelberger Künstlergruppe 79 e.V. stiftete zudem einen Sonderpreis für die „Umweltgeier“ der Albert-Schweizer-Schule, die das Rahmenprogramm phantasievoll gestalteten. Im Foyer und auf der Bühne präsentierten E-Teams der Heidelberger Schulen ihre Arbeiten.
Die gut besuchte Veranstaltung des BUND-Heidelberg wurde gefördert von der Aktion Mensch, der Deutschen Umwelthilfe, der Stadt Heidelberg, des Stadtjugendrings Heidelberg und der Stadtwerke Heidelberg.

BUND Heidelberg 2.5.2006

Bunte Linke stellt OB-Kandidaten auf

Im Herbst 2006 wird in Heidelberg ein neuer Oberbürgermeister/ eine neue Oberbürgermeisterin gewählt. Das Stadtoberhaupt wird durch seine Haltung und seine politische Einstellung das zukünftige Geschehen in Heidelberg auf lange Zeit bestimmen. Aus diesem Grunde hatte sich die Bunte Linke schon im Juni des Vorjahres, nachdem sich das sogenannte „bürgerliche Lager“ ohne jede Sachdiskussion auf einen gemeinsamen OB-Kandidaten festgelegt hatte, in einem offenen Brief an GAL und SPD mit dem Vorschlag gewandt, gemeinsam eine offene /öffentliche Diskussion über Anforderungen und Wünsche an einen OB-Kandidaten/ eine Kandidatin zu beginnen. Das Hauptanliegen der Bunten Linken war dabei, die Stadtgestaltung zu verbinden mit einer Politik des sozialen Ausgleichs, der zunehmenden Zersetzung der Sozialstrukturen entgegenzuwirken und ein Klima, eine Kultur der Solidarität zu schaffen.

GAL und SPD haben in der Zwischenzeit Partei-intern eigene Kandidaten aufgestellt. Zu den der Bunten Linken wichtigen Themen haben sich beide bisher nicht oder nur unbefriedigend geäußert. Um zu verhindern, dass diese Themen im Wahlkampf – und vor allem danach –untergehen, hat die Bunte Linke auf einer öffentlichen Mitgliederversammlung am 25. April 2006 mit großer Mehrheit entschieden, einen eigenen Kandidaten aufzustellen.

Zwei Bunte Linke Mitglieder waren zu einer OB-Kandidatur bereit, wobei keiner der beiden damit persönliche Ziele verband, sondern beide sahen die Kandidatur vorrangig als Gemeinschaftsprojekt der Bunten Linken. Entsprechend gab es kaum inhaltliche Differenzen zwischen den beiden Kandidaten. Ein wesentliches Anliegen beider und damit der Bunten Linken ist, der behaupteten Alternativlosigkeit des gegenwärtigen neoliberalen Lagers etwas entgegenzusetzen, eine alternative Position zu der herrschenden Einheitsmeinung zu formulieren und auch Minderheitspositionen Gehör zu verschaffen.

Es wurde betont, dass der Kandidat nicht antreten werde, um zum Oberbürgermeister gewählt zu werden, sondern um die Bunte Linke Positionen öffentlich darstellen und diskutieren zu können und vor allem, um Menschen in der Stadt anzusprechen, die ebenso ein Unbehagen mit der derzeitigen Politik verspüren. Vor dem Hintergrund, dass sich das globale Geschehen zunehmend auf die Stadt auswirkt, sollen Tendenzen wie die vollständige Ökonomisierung aller Bereiche und die Verdrängung der politischen durch wirtschaftliche Macht an kommunalpolitischen Ereignissen und Projekten konkretisiert werden. Es geht nicht um Detailkritik, zumindest wird diese eingebettet sein in eine weitergehende Betrachtung.

Die Abstimmung ergab bei einer Enthaltung acht Stimmen für Arnulf Weiler-Lorentz und sieben Stimmen für José Romera. Das knappe Ergebnis spiegelt den Wunsch der Bunten Linken wider, einerseits den Focus auf gesamtgesellschaftliche Entwicklungen zu setzen – diese hätte Jose Romera in den Vordergrund gestellt – , dabei aber auf den kommunalpolitischen Erfahrung und Kenntnissen des Gemeinderatsmitglieds Arnulf Weiler-Lorentz anzuknüpfen.

Während der Diskussion wurden als wesentliche Themen genannt: die soziale Segregation, fehlende Wohnungspolitik und Mangel an bezahlbarem Wohnraum, Notwohnquartiere, Armut (besonders auch bei Kindern), Verschwinden des öffentlichen Raumes, drohende Privatisierung öffentlicher Bereiche, Entdemokratisierung – diese zeigt sich aktuell am Beispiel des Hopp-Stadions.

Vertreter der WASG, die an der Sitzung teilnahmen, bekundeten die Bereitschaft der WASG, einen Kandidaten zu unterstützen, sofern dieser deutlich für eine anti-neoliberale Politik eintritt. Dies soll in den kommenden Sitzungen in gemeinsamer Diskussion inhaltlich konkretisiert werden.

jl 4.5.2006

Alte Brücke: Ein Wahrzeichen Heidelbergs wird restauriert

Die 2001 begonnene Instandsetzung der Alten Brücke (Karl-Theodor-Brücke) geht weiter. Nach der 2002 abgeschlossenen Abdichtung der Brücke und der Wiederherstellung der Fahrbahn wird unmittelbar nach Ostern die Sanierung der Sandsteinflächen der Brückenbögen in Angriff genommen. Zwischen April und November werden die Stützmauer auf der Neuenheimer Seite, die nördlichen drei (von insgesamt neun) Brückenbögen und die Statuengruppen der Pallas Athene und des Kurfürsten Karl Theodor restauriert.

Um an den Bögen arbeiten zu können, muss ein Hängegerüst angebracht werden, das die Brücke überspannt. Damit der Anblick eines der beliebtesten Fotomotive Heidelbergs nicht allzu sehr beeinträchtigt ist, wird eine Plane mit dem Foto der Brückenbögen das Gerüst verdecken. Auch die Statuen werden vorübergehend hinter einem Gerüst verschwinden. Die Alte Brücke ist während der Bauzeit für den Autoverkehr gesperrt, bleibt aber für Fußgänger – und damit auch für die zahlreichen Besucherinnen und Besucher aus aller Welt – begehbar.

Die Restaurierung der Alten Brücke wird insgesamt knapp vier Millionen Euro kosten. Auf den zweiten Bauabschnitt entfällt davon rund eine Million Euro. An den Kosten des jetzt beginnenden Bauabschnitts beteiligt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit 150.000 Euro aus Mitteln der Lotterie „Glücksspirale“. Das Landesdenkmalamt fördert die Sanierung mit 108.500 Euro. American Express unterstützt die Sanierung der Alten Brücke – als erstes Kulturdenkmal in Deutschland – im Rahmen des von American Express und dem World Monuments Fund getragenen World Monument Watch Programms mit 100.000 Dollar (82.500 Euro). ...

Die Restaurierungsarbeiten an den verbleibenden Brückenbögen sollen bis zum Jahr 2008 abgeschlossen werden.

pa hd 12.4.2006 - Geschichte der Alten Brücke

Nur mit einer starken City ist der Einzelhandel zukunftsfähig

Der Heidelberger Einzelhandel verliert seit Jahren an Attraktivität für Kunden aus dem Umland. Symptomatisch dafür sind eine hohe Geschäftsfluktuation und steigende Kaufkraftverluste an Mannheim insbesondere im Textilbereich. Gleichzeitig ist eine zunehmende Ausdünnung der Versorgungssituation im Bereich der Nahversorgung in den Stadtteilen und eine zunehmende Angebotskonzentration auf der „grünen Wiese“ zu beobachten.

Um eine fundierte, zukunftsorientierte Beurteilungsgrundlage zur Stärkung der oberzentralen Funktion und der Stadtteilzentren sowie zur Sicherung der Nahversorgung zu erhalten, hat die Stadt Heidelberg im Vorjahr die Ludwigsburger GMA Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mit einem Einzelhandelsgutachten beauftragt. Der Gutachter hatte auch die Aufgabe, die Auswirkungen konkreter Planungsanfragen, insbesondere zur Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel, abzuklären. Das Gutachten der GMA wurde am 15. März 2006 im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss öffentlich vorgestellt.

Zusammenfassung der Ergebnisse des Einzelhandelsgutachtens

Im November 2005 hat die GMA Daten zu allen Betrieben des Einzelhandels und des Ladenhandwerks (Bäcker- und Metzgereien) in Heidelberg erhoben. Gezählt wurden insgesamt 1.245 Geschäfte, die auf 227.500 Quadratmetern Verkaufsfläche im Jahr 2005 933 Millionen Euro Umsatz erzielten.

Ein Fünftel der Kaufkraft fließt aus Heidelberg ab
Knapp zwei Drittel seines Umsatzes erwirtschaftet der Heidelberger Einzelhandel durch Kunden aus dem Stadtgebiet (579,2 Euro). Dies entspricht einer Kaufkraftbindung von rund 80 Prozent. Die Bindungsquote liegt damit deutlich unter dem Wert anderer Oberzentren. Immerhin fast 150 Millionen Euro geben die Heidelberger Verbraucher in anderen Orten aus, vor allem in Mannheim und im Rhein-Neckar-Zentrum. Zum einen hätten Immer mehr Bürger/innen der eigenen Stadt den Rücken gekehrt, zum anderen sei die Kaufkraft, die dem Einzelhandel zur Verfügung steht, in Heidelberg durch die Studierenden, aber auch das hohe Mietniveau geringer als andernorts.

Einzelhandel fällt im regionalen Vergleich zurück
Mehr als jeden dritten Euro Umsatz (37 Prozent) macht der Heidelberger Einzelhandel mit Kunden aus dem Umland. Insgesamt summiert sich dies im Jahr 2005 auf fast 353 Millionen Euro. Bezogen auf sein mögliches Einzugsgebiet ist aus Sicht des Gutachters die Position des Heidelberger Einzelhandels in der Region jedoch schwach ausgeprägt.

Der Heidelberger Einzelhandel konnte sich in den vergangenen Jahren nur bedingt im regionalen Wettbewerbsumfeld behaupten. So sind gegenüber dem letzten Einzelhandelsgutachten von 1997 der Umsatz (plus 7,7 Prozent) und die Verkaufsfläche (plus 6,3 Prozent) nur gering gestiegen. Dadurch ist die Zentralitätsziffer des Oberzentrums Heidelberg von 145 auf nur noch 128 gefallen. Der Umsatz liegt heute nur noch 28 Prozent über dem eigenen Kaufkraftvolumen.

Überregional bedeutsame Magnetbetriebe fehlen
Der Heidelberger Einzelhandel kann, so das Gutachten, die guten Voraussetzungen der Wohlfühlstadt Heidelberg, wie die einmalige Atmosphäre der Altstadt, das Bevölkerungswachstum oder die stabile wirtschaftliche Entwicklung nicht voll ausnutzen, insbesondere weil ihm überregional bedeutsame Magnetbetriebe fehlen.

Verbesserung und Ausweitung des Angebots erforderlich
Ohne die Neuansiedlung von großflächigen Einzelhandelsbetrieben erwartet der Gutachter eine weitere Rückentwicklung des Einzelhandelsplatzes. Wenn nichts geschieht, rechnet die GMA bis 2010 mit einer Umsatzeinbuße von rund 27 Millionen Euro und einem Rückgang der Verkaufsfläche um etwa 7.300 Quadratmeter. Nur durch eine offensive Weiterentwicklung des Standortes könne es gelingen, Konsumenten zurückzugewinnen und neue Käuferschichten zu erschließen. Bei einem optimalen Konzept könne der Umsatz bis 2010 auf 1,05 Milliarden Euro (plus 19,5 Prozent) und die Verkaufsfläche auf 259.700 Quadratmeter (plus 14,2 Prozent) gesteigert werden.

Die GMA hat drei mögliche Standorte für ein neues Einkaufszentrum auf ihre Verträglichkeit mit der Entwicklung der Innenstadt und der Stadtteilzentren untersucht: mittlere Altstadt (10.000 Quadratmeter Verkaufsfläche), Kurfürsten-Anlage (30.000 Quadratmeter) und Bahnstadt (mit zwei Größen: 30.000 oder 22.000 Quadratmeter Verkaufsfläche). Die Modellrechnungen kommen zu folgendem Ergebnis:

Kurfürsten-Anlage
Der Standort Kurfürsten-Anlage (Höhe Bauhaus) ist aus Sicht des Gutachters sowohl städtebaulich als auch wirtschaftlich der unattraktivste. Ein rentabler Betrieb eines Einkaufszentrums an dieser Stelle wird von der GMA angezweifelt. Das Projekt könne die Attraktivität Heidelbergs nicht nachhaltig steigern.

Altstadt
Der Standort könne zu einer Stärkung der Innenstadt führen. Mit rund 10.000 Quadratmetern Verkaufsfläche werde seine regionale Wirkung jedoch sehr begrenzt sein.

Bahnstadt
Die Ansiedlung eines Einkaufszentrums in der Bahnstadt hat aus Sicht des Gutachters die größten positiven Effekte unter allen drei Standorten, weil die Kaufkraftabflüsse an Konkurrenzstandorte reduziert würden. Zudem könne mit einem 30.000 Quadratmeter großen Einkaufszentrum zusätzlich Kaufkraft nach Heidelberg geholt werden. Allerdings würde ein Einkaufzentrum in der Bahnstadt auch zu erheblichen Umsatzumverteilungen führen, insbesondere zu Lasten des Einzelhandels in der Innenstadt. Aus Sicht des Gutachters würde dadurch der Strukturwandel des innerstädtischen Einzelhandels beschleunigt. Ein Einkaufzentrum mit nur rund 22.000 Quadratmetern Verkaufsfläche würde zwar geringere Umsatzumverteilungseffekte zu Lasten der City und der umgebenden Stadtteile aufweisen, aber auch deutlich weniger zusätzliche Kaufkraft erschließen.

Fazit

Das Gutachten spricht sich dafür aus, neben der vorrangigen Förderung des Stadtzentrums ein Einkaufszentrum in der Bahnstadt anzusiedeln. Nur so könnten die Zentralität des Handelsplatzes Heidelberg insgesamt deutlich erhöht und gleichzeitig die negativen Auswirkungen gegenüber dem innerstädtischen Einzelhandel relativiert werden. Das Gutachten befürwortet deshalb eine „große Lösung“ mit der Ansiedlung eines Shopping-Centers in der Altstadt mit etwa 10.000 Quadratmetern Verkaufsfläche und einem Einkaufszentrum in der Bahnstadt mit etwa 30.000 Quadratmetern.

Weiteres Vorgehen

Am 11. April 2006 sollen die Leitlinien und Strategien für die künftige Einzelhandelsentwicklung im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss vorberaten werden. Öffentliche Beratung und Beschluss sind im Gemeinderat am 27. April 2006 vorgesehen.


BI gegen das geplante Fußballstadium:
Ein Riesenstück Natur würde uns weggenommen

Liebe MitstreiterInnen,

ziemlich viele waren hingekommen, die Leute von der BI Pleikartsförster Hof hatten alles ganz toll organisiert und uns sogar anschließend super bewirtet, vielen, vielen Dank! Bei Sonnenschein, Lerchengesang und lauer Luft machten wir tatsächlich einen erholsamen Spaziergang. Mit Schleppern und anderen großen Fahrzeugen hatten die Landwirte die Eckpunkte der geplanten Einrichtung markiert, so wurde deutlich: Ein Riesenstück Natur würde uns weggenommen. Ironie des Schicksals: Eine von der Naturschutzbehörde gerade neu angelegter, schöner, langer und breiter Heckenstreifen zur Aufwertung der Feldflur für Tier und Mensch wäre gleich wieder futsch.

MdB Gerhard Schick sprach von einem großen Kasten mitten in der Luftschneise. 27 m Höhe entsprechen einem 10-stöckigen Hochhaus! Die Feinstaubbelastung in der Innenstadt würde zunehmen, die Partikel mangels Luftzirkulation nicht ausreichend abtransportiert. Ältere, Kinder und Schwangere hätten vor allem zu leiden.

Der Gemeinderat der Bunten Linken, Dr.Arnulf Weiler-Lorentz, fasste die fünf wichtigsten Argumentstränge zusammen:
- Fehlender Bedarf (man plant ein Stadion, für das kein Bedarf besteht)
- Große Folgekosten für die Stadt (entgegen allen Beteuerungen vorhersehbar)
- Verkehrsbelastung. Ein Stadion ohne Schienentrasse ist schier undenkbar
- Heidelberg hätte keinen wirtschaftlichen Nutzen, eher wirtschaftlichen Schaden
- last not least Umweltgründe: Überbauung, Zerstörung eines für Klima, Naturschutz und Erholung hochrangigen Gebietes.

Für mich überraschend eindeutig wandten sich einige weitere der anwesenden GemeinderätInnen gegen das Projekt. Das Mindeste, was gefordert wurde, war "Transparenz", kein Alleingang der Verwaltungsspitzen. Selbst bei Gemeinderat Orth (Eppelheim) überwogen die Bedenken, sowohl am Bedarf für ein Stadion, als auch an seinem Nutzen für seine Heimatgemeinde! Schon in der Eppelheimer Gemeinderatssitzung vom 20.3 hatte er den Überrumpelungsversuch seitens OB Mörlein dezent zurückgewiesen.

Ich möchte zum Schluss den Gedanken von Frau Weiser aufgreifen: Wir müssen Aufklärung in den Stadtteilen betreiben, deren Bewohner sich aus Unkenntnis zum Teil noch nicht betroffen fühlen; sie auf die negativen Folgen auch für sie hinweisen. Vielleicht helfen Flyer? (Bergheim, Weststadt, Altstadt).

Termine:
- Dienstag, den 28. März, 19.00 Uhr kommen die Bürgerinitiativen zu ihrer nächsten Beratung zusammen. Ort: Naturschutzzentrum des NABU, Schröderstraße 24. Das ist ein paar Minuten von der Straßenbahn/Bushaltestelle Brückenstraße entfernt. Bis auf Weiteres treffen sie sich die BIs jeden Dienstag zur selben Zeit am selben Ort.

- Donnerstag, den 30. März, 16.30 Uhr Großer Rathaussaal, Marktplatz 10, tagt der Heidelberger Gemeinderat (in großteils öffentlicher Sitzung). Ziemlich zu Beginn, Tagesordnungspunkt 2, ist die Bürgerfragestunde, die wir nutzen sollten. (Wie geht das? Müssen wir, und bis wann, Fragen vorher einreichen?) 3

- Schließlich tagt schon wieder am Dienstag, dem 4. April, um 19 Uhr der Gemeinderat von Eppelheim

Am kommenden Dienstag sammeln wir dann Ideen und beraten die nächsten Schritte und Aktivitäten.

Bis dahin wünscht guten Mut und grüßt herzlich,

Für die BI: Volker Violet [Fotos]

Dietmar Hopp: „Dies soll ein Leuchtturm sein.“ -
Wunsch-Standort für Fußballstadion Heidelberg ist gefunden.

Soccer Stadium

Jetzt ist es heraus: Das neue bundesligataugliche Fußballstadion der Region soll im Grenzge-biet der Städte Heidelberg und Eppelheim, zwischen A5 und Pleikartsförster Hof entstehen. Im Norden grenzt das Gebiet (inklusive Parkplätze) an Pfaffengrund, im Süden soll der Stückerweg als Zubringer mit 3 Fahrspuren ausgestattet werden. Dieser Standort sei gewählt worden, weil er weit genug von der Wohnbebauung entfernt sei, werbewirksam direkt an der Autobahn liege und nahe genug am entstehenden Stadtteil Bahnstadt, so Dietmar Hopp. Das Stadion soll auch für weitere Veranstaltungen (Konzerte, andere Sportereignisse, …) genutzt werden können.

Die benötigten Flächen befinden sich zum großen Teil im Besitz der Stadt Eppelheim. Weitere Eigentümer sind die Kirchenschaffnei, einige Private und die Stadt Heidelberg.

Hopp übernimmt alle Kosten. Er gründet eine Gesellschaft, die die Flächen aufkauft, das Stadion baut und dann an die Vereine und sonstige Veranstalter vermietet. Auch den Ausbau des Stückerweges und während des Betriebes einen Zuschuss zu einem Buspendelverkehr zum Hauptbahnhof in Heidelberg will er übernehmen. Obergrenzen für die gesamte Investionssumme nennt er aber nicht.
Vor dem Bau sind Vorarbeiten in den örtlichen und regionalen Gremien nötig: Die Gemeinde-räte müssen entscheiden und auch der Regionalverband hat einige Arbeit vor sich: Die Flächennutzungspläne der Region weisen die benötigten Flächen als „regionalen Grünzug und schutzbedürftigen Bereich der Landwirtschaft“ aus. Laut Hans-Jürgen Seimetz vom Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald aber kein grundsätzliches Problem: Man werde einen Umweltbericht erstellen, eine Verkehrsuntersuchung durchführen, die klimatischen Verhältnisse bewerten und sonst tun, was nötig ist. Dann könnten in weniger als einem Jahr mittels Regio-nalplanverfahren alle Vorarbeiten erledigt sein und der Bau beginnen.

Bürgermeister Dieter Mörlein (Eppelheim) ist begeistert: „Das ist ein Geschenk, das Sie alle 100 Jahre einmal bekommen“. Deshalb wird die Stadt Eppelheim alles tun, damit das Projekt schnell und erfolgreich abgeschlossen werden kann. Er prognostiziert eine erste Entscheidung im Gemeinderat der Stadt Eppelheim mit mindestens 2/3 Zustimmung bis zum 3. April. Nach Oberbürgermeisterin Beate Weber (Heidelberg) hat der Heidelberger Gemeinderat bereits mit mehr als 3/4-Mehrheit seine prinzipielle Zustimmung zu einem Stadionprojekt in Heidelberg gegeben.

Folgt man den Ausführungen der anwesenden Verantwortlichen ist alles schnell und problemlos zu verwirklichen. Lediglich die sportliche Seite scheint ein klitzekleines Fragezeichen zu beinhalten: Der Aufstieg der TSG Hoffenheim in die Bundesliga ist denn doch nicht am Reißbrett allein planbar.

Doch es gibt auch Bedenkenträger, die sich sicherlich bald zu Wort melden werden, soweit sie es nicht schon getan haben. Im Gemeinderat Heidelberg wurde in der letzten Sitzung der Baubürgermeister Raban von der Malsburg von seiner Chefin gestoppt, damit er nicht die schön gezeichneten Aussichten in realistisches Licht rückte. Weitere Kritiker werden folgen (und sollen hier Raum für ihre Stimme bekommen, siehe auch Kommentar Arnulf Weiler-Lorentz vom 17.12.2005). Ein solch großes Projekt wie ein neues Stadion auf Äckern in zwei Gemeinden bindet in beiden Städten für die Vorarbeiten und Planungen in nicht unerhebli-chem Umfang städtischen Mitarbeiter. Dies sind erste „Folgekosten“ für die Städte, die Herr Hopp sicher nicht übernimmt. Die entsprechenden Mitarbeiter fehlen bei der Bearbeitung der sonstigen Aufgaben. Einfacher wird der Prozess auch sicher nicht dadurch, dass jetzt gleich zwei Verwaltungen und Gremien in zwei Städten über Bauanträge, Flächennutzungspläne und alles was dazu gehört zu entscheiden haben. Auch bleibt fraglich, ob innerhalb des avisierten kurzen Zeitraums wirklich alle Schritte der Bürgerbeteiligung in ausreichendem Umfang abge-schlossen sein werden. Ob es wirklich in Heidelberg, wie von Weber angemerkt, in der Bevöl-kerung „riesige Zustimmung“ gibt, das wird sich auch noch zeigen.

Kleiner Kommentar zum Schluss: Webers Amtszeit läuft dieses Jahr aus. Die Kandidaten für die Nachfolge sind auch daran zu messen, wie sie sich zur Frage des Stadions in Heidel-berg/Eppelheim stellen.
Das Schlusswort des Walldorfer Bürgermeisters Heinz Merklinger: „Die Region bekommt ein Stadion geschenkt und das ist das Allerwichtigste.“ reizt zum Weiterdenken: „ … und dem geschenkten Gaul … “

Hilde Stolz, Heidelberg 14.03.2006

Autonomes Zentrum: Selbstverwaltete Freiräume statt Kommerzkultur

Mit Empörung mussten wir dem gestrigen Amtsanzeiger der Stadt Heidelberg entnehmen, dass die Grün-Alternative Liste (GAL) von der Stadt Heidelberg die ereitstellung von 200.000 Euro für die Dachsanierung der halle_02 fordert. Immerhin seien „vor einigen Jahren [schon] einmal über 1 Mio. Euro seitens der Stadt für den Bau einer Jugendhalle vorgesehen [gewesen], die nie realisiert wurde“ (Kai Dondorf, GAL). Zum Glück habe dann das zurzeit wegen bauamtlicher Mängel geschlossene Kulturprojekt halle_02 genau jenen „Raum der Kultur und Begegnung für junge Leute“ (ebd.) geschaffen, der damals „aus Verschlafenheit“ nicht verwirklicht worden war. Außerdem favorisiere die GAL den Erwerb des Bahnbetriebswerks in der Bahnstadt, um daraus einen festen, städtisch kontrollierten Ort für junge Kultur, „für Aktivitäten des Jugendgemeinderates, für Proberäume und vieles mehr“ (ebd.) zu machen.

AktivistInnen des seit nunmehr sieben Jahren zerstörten Autonomen Zentrums fragen sich nun, weshalb die von mehreren Jungunternehmern seit vier Jahren ausschließlich nach kommerziellen Richtlinien betriebene halle_02 von solch großem städtischen Interesse sein kann, dass sie mit immensen Fördergeldern gestopft werden soll. Mit einem Bruchteil dieses Geldes hätten wir bereits seit langem wirklich selbstverwaltete, nicht-kommerzielle, basisdemokratische Politik und Kultur umsetzen können. Aber für die Stadt ist es allem Anschein nach bequemer, „junge, innovative Kultur“ à la halle_02 zu sponsern, die sich immer wieder auszeichnet durch sexistische Kunst in Überlebensgröße, abstoßende Studi-Parties auf Bierzeltniveau, zu denen mit prolligen Plakaten mobilisiert wird, Securities, die unverhältnismäßig brutal gegen Gäste vorgehen, und Eintrittspreise, die sich viele Menschen nicht leisten können.

Während uns permanent unser linkes, emanzipatorisches Engagement vorgeworfen wird und adäquate Räume für ein neues selbstverwaltetes Zentrum seit 1999 politisch verhindert werden, biedert sich die halle_02 beispielsweise durch populistische Wahlkampfveranstaltungen (mit Lothar Binding) bei der SPD an. Dabei gebärdet sich die halle_02 gerne als „neutraler“, „unpolitischer“ Veranstaltungsort; in Wirklichkeit schmeicheln sie sich bei politischen Parteien ein, die - auch auf kommunaler Ebene - jeden emanzipatorischen Ansatz im Keim ersticken. Zynischerweise befindet sich die halle_02 in von „Aurelis“ verwalteten Hallen. Diese sind 2000 als neues Domizil des Autonomen Zentrums aus dem fadenscheinigen Grund abgelehnt worden, sie wären als neue Außenstelle der in Mannheim stationierten BGS-Einheiten vorgesehen. Kurz darauf wurde jedoch Halle Nr.2 relativ problemlos (und an der Stadt vorbei) an das Atelier Kontrast vermietet. Auch das 1999 durch eine von SympathisantInnen des Autonomen Zentrums organisierte Partybesetzung ins Gespräch gebrachte Bahnbetriebswerk wurde uns verweigert - und rottet seit Jahren ungenutzt vor sich hin! Jetzt fordert die GAL, genau jenes Gebäude in städtischen Besitz zu bringen, um darin einen festen, vom Gemeinderat kontrollierten Ort für junge Kultur zu installieren.

Wir werden dennoch weiterhin für ein neues selbstverwaltetes Zentrum auf die Straße gehen; für einen Ort also, an dem emanzipatorische Politik und linke Gegenkultur betrieben werden können. Am 1. Februar 1999 wurde in Heidelberg das Autonome Zentrum (AZ) geräumt und damit ein achtjähriges selbstverwaltetes Projekt zerstört, das einen zentralen Bestandteil der linken politischen und kulturellen Szene der Stadt darstellte. Seit der Räumung des Autonomen Zentrums 1999 gibt es in Heidelberg keinen selbst verwalteten, nicht-kommerziellen und unabhängigen Treffpunkt mehr, in dem kulturelle und politische Veranstaltungen gleichermaßen stattfinden können. Keine der anderen Einrichtungen, die immer wieder als Beispiele für noch immer vorhandene Alternativkultur angeführt werden, konnte das Autonome Zentrum ersetzen: entweder werden kulturelle Initiativen nur nach ihrer Vermarktbarkeit beurteilt, oder politische Gruppen werden in ihrer Arbeit eingeschränkt und behindert. Ein politisches Selbstverständnis hat keiner dieser Veranstaltungsorte. Gerade den offen vertretenen politischen Anspruch des AZ wussten jedoch viele Menschen zu schätzen, die in anderen Einrichtungen sexistischen oder rassistischen Übergriffen und Pöbeleien ausgesetzt sind.

Soziale Kämpfe für Freiräume mit linkem Anspruch! Für ein neues selbstverwaltetes Zentrum in Heidelberg! az_06 ins Bahnbetriebswerk!

Pressegruppe des Autonomen Zentrums (im Exil) Heidelberg 9.2.2006

Demonstration in Biblis am 29.April:
ATOMKRAFT und ATOMWAFFEN ABSCHAFFEN


20 Jahre nach dem Super-Gau von Tschernobyl schwindet das Wissen der Menschen über die Gefahren der Atomenergie. Gleichzeitig wittern die großen Energieversorger Morgenluft: Längere Laufzeiten für marode AKW sind der Einstieg in den Bau neuer Kraftwerke, obwohl erneuerbare Energien den Ausweg zeigen. Dagegen müssen wir uns wehren! Wer für Forschungszwecke oder zur Energiegewinnung mit fortgeschrittenen Nukleartechnologien hantiert, ist auch atomwaffenfähig. Solange in zivilen Atomreaktoren waffentaugliches Nuklearmaterial eingesetzt wird bzw. entsteht, bleibt auch die Gefahr einer Abzweigung für militärische Zwecke. Das Gedenken am 20. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl mahnt unerbittlich, dass die Welt frei werden muss von Atomkraftwerken und Atomwaffen!

Dies sind die Kernpunkte der Demo:
- 20 Jahre Tschernobyl - eine Katastrophe und ihre Folgen
- AKW Biblis abschalten
- Sofortiger Ausstieg aus der Atomenergie
- Keine weiteren Castor-Transporte
- AtomKraftWaffen abschaffen

Das Aktionsbündnis 20 Jahre Tschernobyl sucht noch Helfer zur Organisation der Demonstration am Samstag, 29. April 2006,

…. ab 12 Uhr vom Bahnhof Biblis zum AKW anlässlich des 20. Jahrestages des Super-GAUs von Tschernobyl (26.04.)

MACHT MIT!
Atomkraft ist nicht verantwortbar, weder bei friedlicher Nutzung und schon gar nicht als Waffe. Wir wollen den Ausstieg, je schneller, desto besser.
- Schließt Euch dem Aktionsbündnis an!
- Verteilt den Aufruf in der ganzen Rhein-Main-Neckar-Region!
- Macht mit bei der Organisation und kommt zur Anti-AKW-Demo!
- Sorgt dafür, dass die Demo zu einem deutlichen Zeichen gegen die Atomkraft wird!
- Zeigt den Menschen der Rhein-Main-Neckar-Region, dass Atomkraft alle angeht!

Dem Aktionsbündnis angeschlossen sind bisher:

BUND (Landesverbände Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz;
Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald; Kreisverband Bergstraße; Ortsverband Dossenheim)

Antiatomkraftgruppe Mannheim

Heidelberger Friedensratschlag

IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges und für soziale Verantwortung)

Nächstes Treffen:
Di., 28.02.06, 18.15 im BUND-Büro Heidelberg (Schlosskinohof), weiter im 14-tägigen Rhythmus.
Kontakt: BUND-Büro, Hauptstr. 42 (Schlosskinohof), 69117 Heidelberg, Alfons Buchtela,
Tel. /Fax 06221-164841; e-Mail: DemoBiblis2904@bund.net


Heidelberger Friedensratschlag 15.2.2006

Bunte Linke: Ein Fußballstadion „geschenkt“ - Alles spricht dagegen

„Alle Parteien jubelten und die Bevölkerung klatschte“ bei der Aussicht auf das von Dietmar Hopp geplante Fußballstadion in Kirchheim, heißt es in der Neujahrs-Ausgabe der RNZ. Das ist wohl nur bedingt richtig. Mag es auch im ersten Moment recht lukrativ klingen, ein Fußballstadion „geschenkt“ zu bekommt, muss doch jedem verantwortungsbewusstem Bürger und Politiker schon beim kurzen Überdenken klar werden, dass der Stadt damit wahrlich nichts geschenkt würde.

Die Kosten für die notwendige Infrastruktur, die Erschließung, die Zufahrtswege, die Parkflächen und mehr noch für die Instandhaltung, die selbstverständlich über Jahre hinweg anfallen würden, wären hoch und bei der Haushaltssituation der Stadt nicht zu verantworten. Wer würde alle diese Kosten tragen oder auch die Kosten für eine notwendige Sanierung, wenn es einmal keine „Kurpfälzer Erstligisten“ mehr gäbe oder nie gegeben hätte? Anders gefragt, welche Maßnahmen der Stadt müssten gestrichen werden, um ein Bundesligastadion zu unterhalten? Die Stadt Mannheim jedenfalls klagt schon heute unter der Last der durch die SAP-Arena verursachten kontinuierlichen Kosten.
Neben diesem erheblichen finanziellen Aufwand für die Stadt bedeutet ein Fußballstadion mit Sicherheit auch eine Belastung der Umwelt und der Anwohner durch Lärm, Gestank und Abgase, die ein gestiegener Autoverkehr mit sich bringt.

Wo lägen im Gegenzug die Vorteile für Heidelberg? Dass die zum Fußballspiel in „eine der schönsten Städte Deutschlands“ Anreisenden auch die Attraktionen Heidelbergs besuchen möchten, wie es sich die Oberbürgermeisterin ausmalt, ist wohl blindes Wunschdenken. Hier genügt ein Blick auf das „Besucherverhalten“ bei Bundesligaspielen in anderen Städten. Das Hotel- und Gastronomieangebot in Heidelberg werden die Stadienbesucher wohl kaum wahrnehmen. Einige in der Nähe des Stadions gut aufgestellte Wurstbuden würden möglicherweise profitieren; Dosenbier oder andere Getränke aber können überall gekauft werden.

Auch die Stadtteile, Vereine und der Sport wären wohl eher die Verlierer. Die kleineren Sportanlagen würden nicht weiter unterstützt. Fußball muss im Breitensport und in den Vereinen verankert sein, um eine soziale Funktion zu erfüllen und ein gesundes Interesse zu begründen. Und es ist allemal sportlicher und der Gesundheit förderlich, mit Freunden zu kicken als sich nur bei Massenveranstaltungen ins „Fußballfieber“ zu steigern. Ein einfacher Bolzplatz - der übrigens vom Jugendgemeinderat seit einiger Zeit vergeblich gefordert wird - wäre jedenfalls wesentlich sinnvoller.

Schon bisher gibt es für Fußballfans genügend Möglichkeiten, Bundesliga-Spiele in anderen Städten zu besuchen. Dass die Kommunen, die Stadien unterhalten, unter den Kosten stöhnen, ist kein Geheimnis. Hier sollten sich die Verantwortlichen einmal informieren, was dies an Kosten, Aufwand und Nutzen für die Stadt bedeutet. Da nicht zu erwarten ist, dass es in Zukunft mehr Bundesliga-Spiele geben wird, wäre es schon deshalb verantwortungslos, weitere Stadien zu bauen.

Dazu stellt sich die Frage, was Heidelberg eigentlich mit Fußball zu tun hat, wieso Fußball plötzlich als die wirtschaftsrettende und Heidelberg-typische Aufwertung gilt. Ganz besonders bei den immer ähnlicher werden Städten mit den monotonen Laden- und Café-Ketten wird es immer wichtiger, die Besonderheiten und Eigenarten einer Stadt herauszustellen und das zu pflegen, was eine Stadt unterscheidbar macht und wofür es sich lohnt, diese Stadt zu besuchen. Fußball gehört sicherlich nicht zu den für Heidelberg stadttypischen Merkmalen, sondern es gibt glücklicherweise andere kulturelle Schätze.

Ein riesiges Stadion in Kirchheim würde sich auch kaum in das Stadtbild und die Landschaft einfügen, sondern bliebe ein Fremdkörper. Dagegen gibt es in Heidelberg genügend städtebauliche Projekte, die zur Stadt passen, die geplant und gewünscht sind. Da es zu deren Realisierung oft an Geld fehlt, bieten sich hier für einen geldmächtigen Förderer, dem auch das Wohl und der Wille der Stadt am Herzen liegt, diverse Möglichkeiten für ein finanzielles Engagement, beispielsweise beim alten Hallenbad.

Bleibt zu hoffen, dass bei der Mehrheit des Gemeinderats die Vernunft siegt und sie uns zugunsten der dringlichen stadtpolitischen sozialen und kulturellen Aufgaben vor einem Fußballstadion mit allen Folgen bewahrt. Nur weil man etwas „geschenkt“ bekommt, sollte man nicht alle bisherigen Überlegungen zur Stadtplanung vergessen und sich kurzsichtig einem Projekt verpflichten, dass für Heidelberg nur Nachteile bringt.

Jutta Lindenborn für die Bunte Linke Heidelberg - 12.11.2006

Klare Absage an vorgeschlagene Bebauung Beethovenstraße Ost

Eine weitere, klare Absage an das Projekt der Wohnbebauung Beethovenstraße Ost der GGH hat die Infoveranstaltung für die Bürger am 19. Dezember 2005 ergeben. Die von der Stadt bereitgestellten Planungsbriefe reichten bei weitem nicht für die überaus zahlreich erschienen, interessierten Bürger aus. Nicht nur die Mieter, sondern vielmehr besonders Nachbarn und Anwohner sprachen sich unisono gegen die geplante Bebauung aus und wiesen auf die Fragwürdigkeit des Projektes hin. Neben den bereits bekannten Aspekten wie die Belastung für Umwelt und Klima, zunehmendes Verkehrsaufkommen, die allgemeine, sich entspannende zukünftige Wohnraumentwicklung (Abzug der Amerikaner, Bahnstadt) wurde zusätzlich in zahlreichen Wortbeiträgen noch darauf hingewiesen, dass sich die geplanten Bauten nicht in das gewachsene Stadteilbild einfügen und dies eine Initialzündung für unkontrollierte Nachverdichtung darstellt. Es wurde auch nochmals daraufhingewiesen, dass sich der Bezirksbeirat Handschuhsheim mehrheitlich gegen die geplante Bebauung ausgesprochen hat. Die anwesenden Bürger haben es bedauert, dass die Entscheidungsträger, d.h. Gemeinderäte, davon insbesondere die Mitglieder des Bauausschusses sowie des Aufsichtsrates der GGH, nicht zu der Veranstaltung gekommen sind.

bj 11.1.2006

Stellungnahmen: Jul-Dez 2005 * Jan-Jun 2005 * Jul-Dez 2004 * Jan-Jun 2004 * 2003 * 2002 * 2001